Adoleszenz - Gewalt bei Jugendlichen

Gewalt bei Jugendlichen

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Social Science, Sociology
Cover of the book Adoleszenz - Gewalt bei Jugendlichen by Simon Ratz, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Simon Ratz ISBN: 9783638575089
Publisher: GRIN Verlag Publication: November 28, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Simon Ratz
ISBN: 9783638575089
Publisher: GRIN Verlag
Publication: November 28, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Kinder und Jugend, Note: 2,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Soziologie), Veranstaltung: Gewalt im Jugendalter, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Individuen, die sich benachteiligt fühlen, geschlagen, misshandelt werden, lassen häufig ein Verhaltensmuster erkennen. Sie treten oder schlagen ihrerseits irgendwann zurück, üben sich in Drohgebärden, verletzen andere ohne Rücksicht und Nachsicht. Der Gewalt-Exzess gibt oft den letzten, ultimativen 'Kick' als euphorisierende Zerstörung der Normen (vgl. Thomson 1999, vgl. hierzu das Verbrechen in der US-amerikan. Stadt Littleton/Denver im April 1999, das die amerikanische Nation aufrüttelte und bezüglich der Verbreitung von Waffen neu nachdenken ließ; vgl. FAZ vom 26.04.99: zwei Todesschützen hatten 12 Mitschüler und 1 Lehrer auf brutale Weise erschossen). Große Aufmerksamkeit genießen Medienberichte über jugendliche Gewaltaktionen. Diese sind jedoch Reportagen, die sensationalisierend auf die Verbrauchergunst abzielen. Hierbei wird aber kein Beitrag dazu geleistet, das diffuse, vielschichtige Phänomen 'Jugendgewalt' zu erklären. Ein Grund für dieses Defizit ist mit Sicherheit, dass die Medien mit Vorliebe Gewaltakte Jugendlicher gegen Asylbewerber und Ausländer thematisieren. Folglich werden Gewalttaten gegenüber anderen Bevölkerungsminderheiten vernachlässigt. Dies vermittelt wiederum den Eindruck, dass Jugendgewalt vornehmlich auf politische Intentionen basiert und zum größten Teil von 'politisch motivierten' Tätern extremistischer Gruppen verübt wird. Die Erklärung von Jugendgewalt allein als Ausdruck gesellschaftlicher Basismechanismen (z. B. Geschlechterverhältnis oder Konkurrenz) und Krisen oder geschichtlicher Umbruchsituationen (z. B. Beitritt der DDR zur BRD) wird den oft trivialen Gewaltaktionen in der Jugendszene nicht gerecht. Was aus der Perspektive der pädagogischpsychologischen Jugendforschung im Vordergrund stehen muss, ist die Tatsache, dass es sich bei den Tätern um Jugendliche handelt, die in einer entscheidenden Phase ihrer Identitätsbildung stehen und Entwicklungsaufgaben mit altersspezifischen Mitteln zu bewältigen haben. Wie kann man die Perspektive von jugendlichen Gewaltakteuren und Gewaltopfern begreifen? Das breite Spektrum von Jugendgewalt muss jedoch stets im Auge behalten werden. Welche Lebens- und Erfahrungskontexte bei Jugendlichen tragen zur Entwicklung von Gewaltakzeptanz und Gewaltbereitschaft bei und unter welchen Bedingungen führt Gewaltbereitschaft zur Beteiligung an Gewaltaktionen?

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Kinder und Jugend, Note: 2,0, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Soziologie), Veranstaltung: Gewalt im Jugendalter, 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Individuen, die sich benachteiligt fühlen, geschlagen, misshandelt werden, lassen häufig ein Verhaltensmuster erkennen. Sie treten oder schlagen ihrerseits irgendwann zurück, üben sich in Drohgebärden, verletzen andere ohne Rücksicht und Nachsicht. Der Gewalt-Exzess gibt oft den letzten, ultimativen 'Kick' als euphorisierende Zerstörung der Normen (vgl. Thomson 1999, vgl. hierzu das Verbrechen in der US-amerikan. Stadt Littleton/Denver im April 1999, das die amerikanische Nation aufrüttelte und bezüglich der Verbreitung von Waffen neu nachdenken ließ; vgl. FAZ vom 26.04.99: zwei Todesschützen hatten 12 Mitschüler und 1 Lehrer auf brutale Weise erschossen). Große Aufmerksamkeit genießen Medienberichte über jugendliche Gewaltaktionen. Diese sind jedoch Reportagen, die sensationalisierend auf die Verbrauchergunst abzielen. Hierbei wird aber kein Beitrag dazu geleistet, das diffuse, vielschichtige Phänomen 'Jugendgewalt' zu erklären. Ein Grund für dieses Defizit ist mit Sicherheit, dass die Medien mit Vorliebe Gewaltakte Jugendlicher gegen Asylbewerber und Ausländer thematisieren. Folglich werden Gewalttaten gegenüber anderen Bevölkerungsminderheiten vernachlässigt. Dies vermittelt wiederum den Eindruck, dass Jugendgewalt vornehmlich auf politische Intentionen basiert und zum größten Teil von 'politisch motivierten' Tätern extremistischer Gruppen verübt wird. Die Erklärung von Jugendgewalt allein als Ausdruck gesellschaftlicher Basismechanismen (z. B. Geschlechterverhältnis oder Konkurrenz) und Krisen oder geschichtlicher Umbruchsituationen (z. B. Beitritt der DDR zur BRD) wird den oft trivialen Gewaltaktionen in der Jugendszene nicht gerecht. Was aus der Perspektive der pädagogischpsychologischen Jugendforschung im Vordergrund stehen muss, ist die Tatsache, dass es sich bei den Tätern um Jugendliche handelt, die in einer entscheidenden Phase ihrer Identitätsbildung stehen und Entwicklungsaufgaben mit altersspezifischen Mitteln zu bewältigen haben. Wie kann man die Perspektive von jugendlichen Gewaltakteuren und Gewaltopfern begreifen? Das breite Spektrum von Jugendgewalt muss jedoch stets im Auge behalten werden. Welche Lebens- und Erfahrungskontexte bei Jugendlichen tragen zur Entwicklung von Gewaltakzeptanz und Gewaltbereitschaft bei und unter welchen Bedingungen führt Gewaltbereitschaft zur Beteiligung an Gewaltaktionen?

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Social Science Research Methodology: Concepts, Methods and Computer Applications by Simon Ratz
Cover of the book Deutschland - Einwanderungsland by Simon Ratz
Cover of the book Der Prozess der Selbstevaluation - Zentrale Merklmale, Nutzen und Ziele by Simon Ratz
Cover of the book Einführung in die Philosophie Descartes by Simon Ratz
Cover of the book Leistungsmotivation im Sport anhand einer Basketballtrainingsgruppe by Simon Ratz
Cover of the book Fachgerechter Weisswein-Flaschenservice (Unterweisung Hotelfachmann / -fachfrau) by Simon Ratz
Cover of the book Förderungsmöglichkeiten für leistungsstarke Auszubildende in der betrieblichen Ausbildung by Simon Ratz
Cover of the book Performance comparison and study the impact of marketing expenses, wages & salary and age on the firm performance in Indian Cotton Textile Industry by Simon Ratz
Cover of the book Die These über die gestiegene Pluralität der Familienformen. Befürchtungen über den Zerfall der traditionellen Familie by Simon Ratz
Cover of the book Gewalt an Schulen. Gründe für das Vorkommen und Arten des Auftretens by Simon Ratz
Cover of the book Muslime in Europa by Simon Ratz
Cover of the book Methode der Sequenzanalyse in der objektiven Hermeneutik by Simon Ratz
Cover of the book Das Verhältnis der Geschlechter im 'Prozess der Zivilisation' von Norbert Elias und in den 'Männerphantasien' von Klaus Theweleit by Simon Ratz
Cover of the book Das Fragile X-Syndrom - Einblicke in verschieden Aspekte eines genetischen Syndroms by Simon Ratz
Cover of the book Shell. Ein imageorientierter 'Global Player' in Nigeria - und das Volk der Ogoni by Simon Ratz
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy